Katastrophenjahre: Crailsheim und Umgebung im Zeitalter der Weltkriege

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Crailsheimer Katastrophenjahre

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Immer wieder hat das Hohenloher Tagblatt (HT) zuletzt tief in die Geschichte geblickt: Zu den Jahrestagen des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs, der „Machtergreifung“ und des Kriegsendes 1945. Jetzt erscheint ein Magazin. Hier präsentieren wir Auszüge.

Frühjahr 1945: Der Krieg, den die Deutschen nach außen getragen haben, wendet sich gegen sie. Die alliierten Truppen stoßen mitten ins Herz des Reiches vor, auch Hohenlohe wird zur Front. Panzerkolonnen rattern über die Kaiserstraße, Jagdbomber fliegen zahllose Angriffe, viele Dörfer und auch Crailsheim fallen in Schutt und Asche, die SS macht Jagd auf Unschuldige, die den sinnlosen Kampf einstellen wollen, um ihre Heimat zu retten.

Frühjahr 2015: Das HT nimmt den 70. Jahrestag des Kriegsendes zum Anlass, Tag für Tag Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen und das Kriegsgeschehen 1945 in Hohenlohe minutiös nachzuzeichnen.

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HT veröffentlicht historisches Magazin

Foto: HT

„Eindrücklich“ sei diese Serie, sagte der Crailsheimer Dekan Winfried Dalferth damals. Sie bewege viele Menschen. Tatsächlich haben die Redaktion seither unheimlich viele Rückmeldungen erreicht – oft verbunden mit der Frage, ob es die Texte einmal in gesammelter Form geben würde. Heute können wir sagen: Ja, das gibt es – und noch viel mehr. In einem hochwertigen Magazin fließt zusammen, was zusammen gehört: die Serie zum Kriegsende in Hohenlohe sowie die Reihen der vorausgegangenen Jahre zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 und der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ 1933 – plus viele weitere, zum Teil unveröffentlichte Aspekte.

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Eindrückliches Bild aus dem Magazin: Blick vom Kirchplatz auf die zerstörten Crailsheimer Stadttürme.

Sammlung Dürr-Hebeiß

Viele starben, manche kehrten zurück, keinen ließen die Erfahrungen unberührt

Unter dem Titel „Katastrophenjahre – Crailsheim und Umgebung im Zeitalter der Weltkriege“ entfaltet sich auf fast 200 Seiten ein bisher nicht in dieser Form dagewesenes lebendiges Panorama des Altkreises Crailsheim während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Der HT-Redaktion war es wichtig, Geschichte nicht als eine bloße Aneinanderreihung von Fakten zu begreifen, sonden bei ganz konkreten Menschen zu verweilen, sie im Bild zu zeigen, ihre Geschichten zu erzählen. Denn: „Hohenloher zogen in den Krieg. Viele starben, manche kehrten zurück, keinen ließen die Erfahrungen unberührt. Hohenloher waren Nazis und Opfer, sie misshandelten und wurden misshandelt, sie verbreiteten Schrecken und hatten Angst“, schreibt HT-Redaktionsleiter Andreas Harthan in seinem Vorwort zum Magazin.

Das Buch kostet 14,90 Euro (für HT-Abonnenten 9,90 Euro). Es ist ab dem 24. November im HT-Shop sowie online hier erhältlich.

Hier finden Sie nun Leseproben aus dem Magazin.

1914: Das große Beben

 Flüchtig wie ein Schmetterling: Versuch einer Annäherung an den Gefreiten Otto Gutöhrlein

Wer war Otto Gutöhrlein? Wie war Otto Gutöhrlein? Es gibt keinen mehr, der von dem Leben berichten könnte, das am 6. April 1893 in Raboldshausen begann und am 2. Juni 1916 mit einem Kopfschuss bei Ypern in Flandern endete.

Da sind nur noch ein paar Briefe und Tagebuchaufzeichnungen, ein Schulbuch, Fotos, Postkarten. Sie immerhin geben einen kleinen Einblick, sind schmaler Lichtstrahl ins Dunkel der Vergangenheit, lassen Raum für Mutmaßungen.
Stellen wir uns Otto Gutöhrlein also als einen eher schöngeistigen denn harten jungen Menschen vor.

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Otto, das achte Kind der Familie Gutöhrlein aus Raboldshausen, starb am 2. Juni 1916 auf einem Schlachtfeld in Flandern. Er wurde nur 23 Jahre alt.

Foto: Archiv Gutöhrlein

Verliebt vielleicht, mit Zukunftsplänen, beruflich auf gutem Weg. Und nennen wir ihn einfach Otto. Er war Notar, hatte die Lateinschule in Langenburg besucht. Sein Französischbuch gibt es noch. Ganz hinten hat er wichtige Vokabeln hineingeschrieben. „L’ami“ ist da zu lesen – der Freund. Direkt darunter „l’ennemi“, der Feind. Ein petrolfarbener Papierumschlag schützt das Buch, auf seine Innenseite Otto Pflanzenknospen gezeichnet. Auch nach mehr als 100 Jahren leuchten sie in einem frischen Grün, auch nach mehr als 100 Jahren warten die Blüten auf Entfaltung. Symbolik lauert überall.

Von besseren Tagen geträumt

Das letzte Friedensjahr muss ein glückliches gewesen sein für Otto. „Ich glaube wohl, die Tage wie anno 1913 kehren nicht wieder“, schrieb eine gewisse Betty Kreutzmann aus Niederstetten ihm am 24. April 1916 in einem Brief an die Front, „denn schöne Tage sinds gewesen, aber flüchtig wie ein Schmetterling. Wie haben doch die Menschen geträumt von noch besseren künftigen Tagen. [. . .] Mir stehen all die Worte, all die Erinnerungen vor meiner Seele als wäre dies alles erst vor Wochen gewesen, aber es steht darüber, die Jahre vergehen’. [. . .] Oft nehme ich Dein Kalenderchen, Du kennst es vielleicht noch, zur Hand & sehe die unterstrichenen Tage an. Hast Du mein altes Ringlein auch im Feld dabei, oder sonst geheim aufbewahrt. Es könnte Dir, wenn es reden könnte, von altem Glück erzählen.“ Otto musste zunächst an der Ostfront kämpfen, später dann im Westen. Immer wieder schrieb er an die Daheimgebliebenen, Mutter Katharina, Vater Leonhard, Bruder Friedrich, Schwägerin Elisabeth.

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Experten schätzen, dass sich unter den rund 28 Milliarden Postsachen, die zwischen 1914 und 1918 von der deutschen Feldpost befördert wurden, allein sieben Milliarden Bildpostkarten befanden

Die abgebildete Postkarte stammt aus dem Archiv der Familie Aichele aus Crailsheim und wurde von Susanne und Raimund Graiff digitalisiert.

12. April 1915: „Gestern war Konfirmationssonntag und war es wieder ein herrlicher Tag im Ganzen. Am Himmel kein Wölklein, und wunderschön sommerlich warm. Alles war da im Graben, fast niemand im Unterstand, und sonnte sich. Da und dort hörte man Lieder erklingen, darunter auch das Konfirmationslied ,Stärk uns, Mittler, dein sind wir u.s.w.’ aber das sonntägliche bzw. festtägliche fehlt doch. Denn im Schützengraben ist es eben doch kein Unterschied, ob Werktag oder Sonntag. An einem solchen Festtag [. . .] sehnt man sich mehr als sonst einen Tag nach der Heimat.“

23. April 1915: „Läuse habe ich bis jetzt bei mir nur ein Paar gefunden. Geht es euch daheim immer gut? [. . .] Mir geht es immer gut. Man glaubt gar nicht, was der Mensch aushalten kann. [. . .] Vom Frieden hört man im Schützengraben viel, aber wann er einmal zustande kommt, ist eine Frage der Zeit. Vor einigen Tagen bekamen wir wieder einige Mann Ersatz, darunter auch ein Sohn des Bahnhofswirts Mack in Rot am See, der schon einmal verwundet war.“

27. Juni 1915: „Vorgestern haben wir siegreich die feindlichen Stellungen erstürmt. Durch Gottes Schutz bin ich wohlerhalten davongekommen. Schreckliche Bilder konnte man da sehen, die Russen wehrten sich verzweifelt [. . .].“

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Blick ins Tagebuch: Immer wieder steht da „Schützengraben“ (Mitte).

Foto: Sebastian Unbehauen

1. Juli 1915: „Ich schicke Euch hier meine Verdienstmedaille zur Aufbewahrung, sonst könnte ich sie ja unter Umständen verlieren. [. . .] In den letzten Tagen habe ich von Euch auch viele Pakete mit Gesülz, Wurst, Rauchfleisch, Eier, Kaffee, Zucker, Butter [. . .] erhalten. Besten Dank hierfür. Die Pakete haben wegen der Offensive nicht mehr so rasch nachgebracht werden können, denn es ging kolossal rasch vorwärts.“

30. Januar 1916: „Seit 28. sind wir wieder in Ruhe und am 2. Febr. gehts wieder in Stellung. Der Urlaub ist leider auf unbestimmte Zeit aufgehoben worden, jedoch glaube ich, daß diese Bestimmung bald wieder aufgehoben werden wird.“

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Die kurze Nachricht vom Feld gen Heimat ist nicht nur einträgliches Geschäft, sondern auch Propagandamittel

Die abgebildete Postkarte stammt aus dem Archiv der Familie Aichele aus Crailsheim und wurde von Susanne und Raimund Graiff digitalisiert.

23. Februar 1916: „Gegen Kälte können wir uns schon schützen, auch gegen Regen. In vorderer Linie haben wir Unterstände, welche in die Erde eingebaut sind und in diesen ist es nicht kalt [. . .]. Ihr braucht euch also nicht so absorgen, wir sind so gut wie möglich untergebracht und wenn einem etwas gefrieren soll, so kann man nichts machen, denn dann ist so Gottes Wille. [. . .] Wegen Urlaub ist leider immer noch nichts gekommen.“

26. März 1916: „Wir sind nun heute 8 Tage hier in Menen [. . .]. Menen ist ein Städtchen wie Crailsheim und liegt ca. 15 km hinter der Front. [. . .] Menen ist durch den Krieg nicht beschädigt worden, die Civilbevölkerung ist auch alle noch hier, man glaubt nicht, wenn man es nicht weiß, daß die Front so nahe ist.“

„Otto Gutöhrlein ruht auf der Kriegsgräberstätte in Menen. Endgrablage: Block O Grab 664“, weiß der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Seine Eltern, die acht Kinder – darunter sechs Buben – hatten, verloren nicht nur ihn. Gottlob war bereits vor dem Krieg an einem geplatzten Blinddarm gestorben, Wilhelm fiel 1918. Leonhard und Karl kehrten lebend vom Schlachtfeld zurück.
Nach dem Tod Ottos bekamen die Gutöhrleins ein Gedicht zugeschickt. „Vom Grab tönt leises Bitten: Grüss mir die Eltern mein. Hab gern für sie gelitten, wollt ihnen alles sein“, heißt es darin. Katharina Gutöhrlein wurde 1934 „im Namen des Führers und Reichskanzlers“ das Ehrenkreuz für Eltern verliehen. Ihr Sohn Friedrich starb später in den Fängen der Gestapo, weil er die Judenverfolgung kritisiert hatte.

SEBASTIAN UNBEHAUEN

1933: Hohenlohe unterm Hakenkreuz

Wenige Monate nach der “Machtergreifung” fährt Hitler im offenen Wagen durch Crailsheim. Knapp zwölf Jahre später liegt die Stadt in Schutt und Asche.

Er hatte in Bayreuth wagnerschen Klängen gelauscht und war über Nürnberg nach Stuttgart aufgebrochen, wo er zum Abschluss des „Reichsturnfestes“ sprach. Crailsheim lag für Adolf Hitler am 30. Juli 1933 also schlicht auf dem Weg. Und die Hohenloher Nazis wussten den für sie so besonderen Augenblick in Szene zu setzen.

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Größenwahn: Die Nationalsozialisten sind an der Macht und auch Crailsheim will teilhaben am angeblich „Tausendjährigen Reich“. Am Rathausturm künden die Hakenkreuz-Flaggen vom verhängnisvollen Geltungsstreben.

Foto: Stadtarchiv Crailsheim

 Inszenierter Menschenauflauf

Giselher Technau, ehemals Geschichtslehrer am Crailsheimer Albert-Schweitzer-Gymnasium, hat den Tag schon vor Jahren rekonstruiert. Der Mercedes des Reichskanzlers – der da längst „der Führer“ war – kam über die östliche Stadteinfahrt zwischen Gewerbeschule und Leonhard-Sachs-Schule, fuhr dann durch die von Menschen gesäumten Straßen der Innenstadt und verließ Crailsheim über Altenmünster. Der „Fränkische Grenzbote“ berichtete zwar nicht von dem Spektakel, Zeitzeugen aber erzählten von Menschenketten, Blumensträußen und einer Frau, die ins Auto griff, um Hitler die Hand zu schütteln.

Die Begeisterung war sicherlich echt, der Auflauf aber weitgehend inszeniert. Dafür zeichnete vor allem der stellvertretende NSDAP-Gauleiter Friedrich Schmidt verantwortlich. Als er von Hitlers Durchfahrt erfuhr, trommelte er Parteimitglieder und SA-Horden zusammen – nicht in Uniform, versteht sich, um dem Ganzen den Anstrich des Spontanen zu geben.

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Friedrich Schmidt gehörte zu den einflussreichsten Nazis in der Region.

Stadtarchiv Crailsheim

Schmidt war eine zentrale Figur unter den Hohenloher Nationalsozialisten. Der 1902 in Wiesenbach geborene, von 1917 bis 1923 in Künzelsau zum Lehrer ausgebildete und 1925 in die NSDAP eingetretene Überzeugungstäter bereitete der Partei in der Region den Boden. „Er hat die Nationalsozialisten in Gerabronn und Umgebung groß gemacht“, sagt der Crailsheimer Stadtarchivar Folker Förtsch. Schmidt war zunächst SA-, ab 1934 dann SS-Mitglied. Seit März 1933 saß er im machtlosen Reichstag in Berlin.

Die Propaganda gehörte zu Schmidts vorrangigen Aufgabengebieten. Er leitete zwischenzeitlich die württembergische Landesstelle des „Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda“, später dann die Abteilung für Schulung am Amt Rosenberg und schließlich das Hauptschulungsamt der NSDAP. Technau arbeitet an einer Biografie Schmidts. Stadtarchivar Förtsch ist überzeugt: „Das Buch wird vieles von dem, was wir über die württembergische NS-Organisation wissen, in neuem Licht erscheinen lassen.“ Denn: „Schmidt ist bisher einfach völlig untergegangen.“

 SEBASTIAN UNBEHAUEN

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Alte Zeitungsbände gewähren Förtsch unersetzliche Einblicke in Vergangenes – sofern sie noch vorhanden sind.

Foto: Marc Weigert

Nahe Vergangenheit: Geschichte wirkt fort, ist der Crailsheimer Stadtarchivar Folker Förtsch überzeugt. Im Interview spricht er über 1933 – und heute.

HOHENLOHER TAGBLATT: Herr Förtsch, warum blicken wir in die Geschichte?
FOLKER FÖRTSCH: Weil ein solcher Blick Orientierung geben kann. Geschichte ist nie etwas Abgeschlossenes. Sie wirkt fort. Kenntnis der Geschichte erleichtert die Entscheidungsfindung in der Gegenwart.

Das heißt, wir können aus der Geschichte lernen?
FÖRTSCH: Ja. Man kann historische Ereignisse nicht eins zu eins in die Gegenwart übertragen, aber man kann Strukturen und persönliche Verhaltensweisen kennenlernen, die es einem erleichtern, heute mit wirtschaftlichen, politischen und sozialen Fragen umzugehen.

Als Adolf Hitler 1933 durch Crailsheim fuhr, schlug ihm eine große Begeisterung entgegen. Glauben Sie, dass so etwas auch heute noch möglich wäre – oder sind die Deutschen immun gegen derlei „Volkstribunitis“?
FÖRTSCH: In absehbarer Zeit wäre so etwas sicher nicht mehr möglich. Aber man kann sich durchaus Situationen vorstellen – schwere Wirtschaftskrisen, politische Krisen – in denen wieder ein Populist antritt und in der Bevölkerung große Zustimmung erfährt.

Die Demokratie wurde 1933 in rasendem Tempo über Bord geworfen. Wie konnte die „Gleichschaltung“ so schnell vonstatten gehen?
FÖRTSCH: Es gab einen Überdruss in Bezug auf die ständigen Wahlen, die für das Leben der Leute kaum etwas Positives bewirkten. Und dann war da natürlich die Wirtschaftskrise, die sich spätestens seit 1932 auch in Crailsheim niederschlug. Ganz entscheidend aber: Seit dem Ende des Ersten Weltkriegs lehnten wichtige Gruppen in Politik, Wirtschaft, Militär und Gesellschaft das demokratische System ab. Diese wurden in der Dauerkrise immer stärker. 1933 gab es kaum mehr Verteidiger der Demokratie. Das hat es Hitler natürlich sehr viel einfacher gemacht.

Die Oberämter Crailsheim und Gerabronn waren im württembergischen Vergleich äußerst „braun“. Warum? Ging es den sich selbst versorgenden Bauern in der Krise nicht besser als etwa dem städtischen Proletariat?
FÖRTSCH: Nein. Die wirtschaftliche Lage der Bauern war desolat, gerade in Gebieten mit starker Viehwirtschaft wie in Hohenlohe. Der Milchmarkt war komplett zusammengebrochen, der Fleischmarkt mehr oder weniger. Aber es gab nicht nur wirtschaftliche Gründe für den NSDAP-Erfolg.

Bei den Bauern hat wohl auch die Blut-und-Boden-Ideologie besonderen Anklang gefunden?
FÖRTSCH: Die Nationalsozialisten haben das Leben auf der eigenen Scholle propagandistisch sehr stark in den Vordergrund gestellt. Das hat ihnen bei der bäuerlichen Bevölkerung natürlich große Sympathien eingetragen. Und der Bauernbund, der während der Weimarer Republik die stärkste politische Kraft in Hohenlohe wie in anderen ländlichen Gebieten des heutigen Baden-Württemberg war, hatte Inhalte der NSDAP in Vielem vorweggenommen: Vorbehalt gegen moderne Entwicklungen, gegen Großstadtbevölkerung, die Medien, „die Juden“. Man kann sagen: Es gibt zwei große bevölkerungspolitische Parameter, die für einen hohen NSDAP-Wahlanteil sprechen – ländliche Umgebung und evangelische Konfession. Wo beides zusammentrifft, haben wir Hochburgen der Nationalsozialisten. Das ist keine Crailsheimer oder Gerabronner Spezialität.

Gibt es dennoch Crailsheimer und Gerabronner Besonderheiten?
FÖRTSCH: Man muss deutlich unterscheiden zwischen den Städten selbst und der Umgebung. Crailsheim als Stadt war bis 1931 relativ immun gegenüber den Nationalsozialisten. Selbst bei der ersten großen erfolgreichen Wahl der NSDAP im September 1930 gab es noch eine deutliche Mehrheit für die Parteien der Weimarer Republik, also SPD, Liberale und Zentrum. Das änderte sich erst 1932, dann aber ganz massiv. Gerabronn ist sehr viel ländlicher geprägt und war von Anfang an eine wirkliche Nazi-Hochburg. Was auch damit zu tun hat, dass dort sehr früh NS-Strukturen da waren. Es ist ja auffällig, dass viele Leute, die in Württemberg eine ganz wichtige Rolle im NS-Apparat spielten, aus dem Oberamt Gerabronn stammten.

Wer?
FÖRTSCH: Die wichtigste Figur war sicherlich Friedrich Schmidt aus Wiesenbach. Der Lehrer hat die Nationalsozialisten in Gerabronn und Umgebung groß gemacht. Auch unter persönlichen Einschränkungen hat er für diese Partei gearbeitet, war später stellvertretender Gauleiter in Stuttgart, bevor er in die Hauptgeschäftsstelle der Reichsorganisation nach München wechselte.

War Schwäbisch Hall mit dem reichsstädtischen Stolz im Rücken immuner gegenüber den Nationalsozialisten als Crailsheim?
FÖRTSCH: Das kann man so grundsätzlich nicht sagen. In Hall gab es aber definitiv eine gefestigtere Arbeiterbewegung. Sie hatte eine längere Tradition und war in den Vereinen sehr viel stärker ausgeprägt als in Crailsheim. Die Nazis hatten Schwierigkeiten, da hinein zu wirken.

Gespräch
Der studierte Historiker und Germanist Folker Förtsch (52) ist seit 1999 fest am Stadtarchiv angestellt.

Marc Weigert

Gab es in der Frühphase des „Dritten Reiches“ auch Widerstand in der Region?
FÖRTSCH: Widerstand im engeren Sinne nicht. Es gab aber mit Sicherheit Leute, die dem Regime zunächst einmal abwartend und vielleicht auch skeptisch gegenüberstanden.

Wer sich mit Crailsheim im Nationalsozialismus beschäftigt, findet kaum Quellen. Woran liegt‘s?
FÖRTSCH: Die Quellenlage vor Ort ist wirklich sehr schlecht. Wir haben nicht einmal die Hauptquelle für die politische Entwicklung dieser Jahre, die Zeitung. Der „Fränkische Grenzbote“ ist verschwunden, bezeichnenderweise für die Jahre von 1933 bis 1945. Natürlich liegt das an der Kriegszerstörung, aber wir haben auch deutliche Hinweise darauf, dass das städtische Archiv nach 1945 gesäubert wurde.

Wer hatte daran ein Interesse?
FÖRTSCH: Daran hatten sicherlich alle ein Interesse, die sich in den zwölf Jahren davor besonders stark exponiert haben.

Haben Sie da Vermutungen?
FÖRTSCH: Wir haben einige Namen, die möchte ich aber nicht nennen. Es gibt schließlich nur Indizien, keine Beweise. Niemand, der dabei war, hat einen Aktenvermerk darüber gemacht, dass dieses oder jenes beseitigt worden ist.

Können Sie zumindest sagen, dass es sich um Leute handelt, die auch in der Nachkriegszeit in Crailsheim eine Rolle gespielt haben?
FÖRTSCH: Das kann ich sagen.

Haben Sie die Hoffnung, dass irgendwo noch ein Zeitungsbündel auftaucht?
FÖRTSCH: Wenn, dann nur im privaten Bereich. Wir haben alle möglichen Archive abgefragt –ohne Erfolg. Wenn also jemand auf seinem Dachboden irgendwo alte Zeitungen hat, sollte er vielleicht mal draufschauen.

Je mehr Zeit vergeht, desto ferner erscheint das damalige Geschehen. Sie haben viel mit Jugendlichen zu tun: Verändert sich der Blick auf den Nationalsozialismus?
FÖRTSCH: Ganz bestimmt. Meine Generation ist ja in den 70er- und 80er-Jahren in der Auseinandersetzung mit diesem Thema groß geworden. Das hat in meiner Biografie eine große Rolle gespielt. Für heutige Schüler hingegen ist das „Dritte Reich“ fast so weit weg wie der Dreißigjährige Krieg. Die Beschäftigung gerade mit Einzelbiografien von Opfern und Tätern aus dem lokalen Umfeld macht den Zugang aber weiterhin möglich. Die Jugendlichen stellen dann fest: Da geht es nicht um irgendwelche Personen, die ganz weit weg gewohnt haben. Das war hier, das gehört zu unserem direkten historischen Erbe. Leute wie du und ich haben Entscheidungen getroffen, die mal mehr und mal weniger nachvollziehbar für uns sein mögen, aber nicht völlig aus unserer Zeit sind.

Aber die kollektive Schuldfrage, die Ihre Generation gestellt hat, spielt bei den Jungen keine Rolle mehr, oder?
FÖRTSCH: Ich bin kein Anhänger einer kollektiven Schuld. Ich schaue einzelne Personen an. Es gab viele, die sich in ihrer inneren Emigration eingerichtet hatten und versuchten, das „Dritte Reich“ so gut wie möglich zu überstehen. Es gab ganz wenige – leider, muss man sagen – die mutig ihren Standpunkt vertreten haben. Sehr, sehr viele waren angepasst. Sehr, sehr viele waren vielleicht auch gleichgültig. Aber eine Kollektivschuld an irgendeine Generation zu vergeben: Da bin ich skeptisch.

Also weg vom Begriff der Kollektivschuld. Man hat sich in Deutschland nach 1968 sehr darum bemüht, die kollektive Verantwortung zu betonen. Ist ein dahingehendes Bewusstsein noch vorhanden?
FÖRTSCH: Ja. Die besondere Verantwortung Deutschlands für gutnachbarliche Beziehungen und eine demokratische Entwicklung im eigenen Land ist den Schülern, die sich näher damit beschäftigen, bewusst.

Andere sagen: Bleibt weg mit eurem erhobenen Zeigefinger!
FÖRTSCH: Ich bin ein Gegner von erhobenen Zeigefingern und moralinsauren Appellen. Die finde ich nicht nur unpassend, sondern kontraproduktiv. Gerade wenn man das Thema nüchtern angeht, kann man den Menschen deutlich machen: Da geht es um etwas, das für ihre Gegenwart noch große Bedeutung hat.

Das Interview führte HT-Redakteur Sebastian Unbehauen.

1945: Die Heimat als Front

Das Schicksal der Stadt Crailsheim teilten auch etliche Dörfer in Hohenlohe: Auf den völlig sinnlosen Widerstand der deutschen Wehrmacht reagierte die US-Armee oft mit massiven Luftangriffen, die Gemeinden wie Brettheim, Hausen am Bach, Oberspeltach oder Gründelhardt in Schutt und Asche legten und zahlreichen Menschen kurz vor dem herbeigesehnten Ende des Krieges noch das Leben kosteten.

Brettheim – kein Dorf in Hohenlohe litt mehr unter dem wahnsinnigen Untergang der NS-Diktatur und unter dem Terror des SS-Generals Max Simon. Der Befehlshaber des XIII. SS-Armeekorps schickte gnadenlos nicht nur das letzte deutsche Aufgebot an die Front in Hohenlohe: Auf seinen Befehl hin ermordete die SS am 10. April 1945 die drei Brettheimer Friedrich Hanselmann, Leonhard Gackstatter und Leonhard Wolfmeyer.

Max Simon war auch für die zweite Heimsuchung des Dorfes Brettheim eine Woche später verantwortlich: Der SS-General erklärte Brettheim zu einem „Eckpfeiler der deutschen Verteidigung“, ließ Gebirgsjäger des „Alpenregiments 2“ und Soldaten der Waffen-SS aufmarschieren und provozierte damit am 17. April 1945 einen Bombenangriff der US-Luftwaffe – eine erneute Strafe für die Brettheimer, die es gewagt hatten, vier „Hitlerjungen“ zu entwaffnen.

Die Katastrophe war damit noch nicht vorbei: Einen Tag später hagelten Granaten aus deutschen Geschützen auf das Dorf, die das sinnlose Vernichtungswerk vollendeten: 17 Menschen verloren an diesen beiden Tagen ihr Leben, von 75 Prozent aller Häuser und Höfe in Brettheim blieben nur noch Ruinen übrig.

„Wir werden hier jeden Stock, jeden Stein und jeden Strauch verteidigen.“

Für die US-Luftwaffe war der Einsatz mit der Nummer 3445 reine Routine: Acht Jagdbomber vom Typ „Thunderbolt“ P-47 der Jagdstaffeln 314 und 316 starteten am 17. April 1945 von einem Flugplatz in Frankreich und warfen ihre todbringende Ladung aus Brand- und Splitterbomben gegen 11.30 Uhr auf Brettheim ab und beschossen das Dorf noch mit Bordwaffen. „Wetter: dunstig“ heißt es lakonisch im Einsatzbericht der US-Piloten.
Martha Bullinger, damals 23 Jahre alt, kann sich noch gut an die Drohungen eines fanatischen SS-Mannes am Tag zuvor erinnern: „Wir werden hier jeden Stock, jeden Stein und jeden Strauch verteidigen.“ Und gleichzeitig hörten die Brettheimer das Kettenrasseln der US-Panzer auf der nur wenige Kilometer entfernten „Kaiserstraße“ – der Friede war nur noch eine Frage von Stunden.

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Ausradierte-Dörfer-Oberspeltach
Nur noch ein weißer Fleck in der Landschaft: Oberspeltach wirkt nach dem Luftangriff am 21. April 1945 wie ausradiert. Das Luftbild wurde am 18. Mai 1945 von der US-Luftwaffe aus großer Höhe aufgenommen.

Luftbilddatenbank Dr. Carls

Bis dahin aber durchlebte Brettheim ein Inferno, das der Brettheimer Pfarrer Willy Issler im Juni 1945 in einem Bericht an den Oberkirchenrat in Stuttgart so beschrieb: „Sofort standen Dutzende von Wohnhäusern, Scheunen und Stallungen in hellen Flammen. Auch das Pfarrhaus hatte, wenn auch zunächst nur leicht, Feuer gefangen. Über ganz Brettheim lagerte ein dichter schwarzer Qualm, der weithin sichtbar war, während er selbst jede Sicht benahm; vom Pfarrhaus aus konnte man die nur 100 Meter entfernte Kirche kaum mehr sehen.“

Auch Martha Bullinger packte das nackte Grauen, als sie die Zerstörungen im Dorf sah: „Ich habe furchtbar geschrien“, als auch der Bauernhof ihrer Eltern in Flammen aufging. „Meine Mutter rannte kopflos hin und her, rettete noch etwas Hausrat und einen Kochtopf mit Fleisch, bevor wir in den Keller gingen – die brennenden Vorhänge an unseren Fenstern haben sich tief in mein Gedächtnis eingeprägt.“

Martha Bullinger musste auch mit ansehen, wie der Landwirt Schaffert seine von einem Granatsplitter getroffene Ehefrau Luise aus dem Haus trug und die Nachbarn Ludwig und Marie Wolfinger ebenfalls schwere Verletzungen erlitten. Auch für diese drei Brettheimer kam jede Hilfe zu spät. Erschütternde Bilder von brüllendem, hungrigem Vieh haben sich ebenfalls im Gedächtnis von Martha Bullinger festgesetzt: „168 verendete Rinder mussten vergraben werden und in den ersten Tagen danach gab es kaum Futter.“

Zeitzeugin Martha Bullinger aus Brettheim

Abrückende Soldaten der Wehrmacht empfahlen dringend, weiße Fahnen zu hissen, um weitere Angriffe der US-Armee zu vermeiden: „Aber welcher Brettheimer hätte nach der Hinrichtung der drei Männer eine Woche zuvor diesen Mut aufbringen können“, fragt sich Martha Bullinger.

Ein Drama spielte sich nach dem verheerenden Luftangriff auch am nordöstlichen Ortsrand von Brettheim ab: Eine Gruppe von Frauen und Männern suchte Schutz an der Böschung der Brettach – und geriet hier zwischen die heranrückenden US-Panzer und die flüchtenden deutschen Einheiten. Allein hier starben drei Frauen und ein erst 20 Monate altes Kind. Auch an eine hoffnungsvolle Szene nach allem Leid erinnert sich Martha Bullinger: „August Schmetzer spielte mit seiner Posaune Weihnachtslieder – mitten in den Ruinen unseres Dorfes Brettheim.“

Auch Oberspeltach bestand nach einem US-Luftangriff am 21. April 1945 fast nur noch aus Ruinen. Friedrich Löw schätzte die militärische Lage vor 70 Jahren genauso ein wie alle Oberspeltacher: „Wir glaubten, dass wir heil durch diesen Krieg kommen und unserem Dorf nichts mehr passiert.“ Schließlich standen die US-Panzer an diesem Tag nur noch wenige Kilometer vom Dorf entfernt und das Ende des Blutvergießens war absehbar – es konnte sich eigentlich nur noch um Stunden handeln.

Mit der friedlichsten Arbeit überhaupt war an diesem Tag Löws Schwester Hilde Herrmann befasst: Sie kümmerte sich um das Brot im Backhäuschen des Bauernhofes, um einen Vorrat für die Zeit nach dem erwarteten Einmarsch der Amerikaner zu haben: „Wir dachten, dass wir vielleicht längere Zeit keine Möglichkeit mehr zum Brotbacken haben.“

„Danach herrschte Totenstille im Dorf“

Es kam aber an diesem letzten Tag der Kämpfe im damaligen Kreis Crailsheim alles ganz anders: Wie aus dem Nichts brach gegen 10 Uhr die Hölle in Oberspeltach los. Vier Jagdbomber der US-Luftwaffe luden nach einem nicht minder verheerenden Angriff auf das benachbarte Gründelhardt ihre tödliche Fracht über dem Dorf ab, in dem sich neben den Alteingesessenen rund 300 Evakuierte aus Essen, Duisburg und Stuttgart in den Häusern drängten, die ihr Hab und Gut zum Teil auch in den Silos der Bauern verstaut hatten.

„Brennender Phosphor lief durch die Straßen, die Häuser standen sofort in Flammen, ein unglaublicher Feuersturm fegte durch die Gassen – und danach herrschte Totenstille“ – so beschreibt Friedrich Frank das Inferno in Oberspeltach, das er als damals 14 Jahre alter Bub erlebte.

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Denkmal für drei Frauen und ein Kind am Ufer der Brettach: Die Zivilisten gerieten hier zwischen die Fronten.

Harald Zigan

„Es herrschte ein unbeschreibliches Chaos auf den Straßen“, sagt Friedrich Löw. Die Leuchtspurgeschosse aus den Bordwaffen der Flugzeuge pfiffen ihm um die Ohren, als er verzweifelt versuchte, das Vieh im Stall abzubinden und ins Freie zu treiben: „Es herrschte ein unbeschreibliches Chaos auf den Straßen.“
Es war ein militärischer Stellungswechsel, der Oberspeltach noch kurz vor Schluss zum Verhängnis wurde: Eine deutsche Einheit hatte tags zuvor zwei schwere Geschütze von der Heldenmühle an der Jagst bei Satteldorf auf den Holderberg nordöstlich von Oberspeltach verlegt. 500 Meter vom Ortsrand entfernt nahmen die Artilleristen mit ihren letzten noch verbliebenen Granaten mehrere Ziele im Raum Ilshofen unter Beschuss. Der US-Luftaufklärung entging dieser letzte Widerstand nicht – und die Bomber wurden auf den Weg geschickt.

Gerade mal eine halbe Stunde dauerte der Luftangriff auf Oberspeltach. Aber die Zeit reichte aus, das Dorf dem Erdboden gleichzumachen: 51 Wohnhäuser gingen in Flammen auf, in Schutt und Asche fielen auch die Kirche und das erst neun Jahre zuvor erbaute Schulhaus. 168 landwirtschaftliche Gebäude wurden ebenfalls in Ruinen verwandelt. „Es war gespenstisch, dass wir die Stelle, an der unser Haus stand, suchen mussten – in dieser Ruinenlandschaft war einfach nichts mehr zu erkennen“, sagt Friedrich Frank.

Nur sieben Häuser blieben in Oberspeltach stehen

Das benachbarte Gründelhardt traf es genauso schlimm: Hier wurden 46 Häuser und 136 Ställe und Scheunen vernichtet. Und es grenzt an ein Wunder, dass bei diesen beiden verheerenden Luftangriffen „nur“ zwei Menschen starben. In Oberspeltach war es der 83 Jahre alte Friedrich Löw, der krank ans Bett gefesselt war. „Er forderte uns energisch dazu auf, dass wir aus dem schon brennenden Haus zuerst die Kinder retten sollen“, erinnert sich Hilde Herrmann an die letzten Worte ihres Großvaters. Und in Gründelhardt kam ein Mann beim Einsturz eines Kamins ums Leben.

Die obdachlosen Oberspeltacher krochen in Schuppen und in Feldscheunen unter. „Ein Haus beherbergte damals gut und gerne 60 Menschen“, sagt Friedrich Frank. Gute Dienste leisteten in Oberspeltach auch zwei Baracken aus dem Zwangsarbeiter-Lager in Onolzheim. Einzelne Betten stammten aus dem Fliegerhorst in Crailsheim.

„Die Bevölkerung stand ratlos und verzweifelt vor den noch schwelenden Trümmern ihres ehemaligen so stolzen Besitzes“, schrieb Bürgermeister Georg Kampmann in einem Bericht kurz nach Kriegsende. In den Jahren 1950 und 1951 standen in Oberspeltach die meisten Häuser und Höfe wieder: „Da haben alle zusammengeholfen“, sagt Hilde Herrmann. Friedrich Frank besitzt noch eine Schüssel, die er im Schutt fand – Erinnerung an einen Tag in Oberspeltach, den „hoffentlich kein Mensch mehr noch einmal erleben muss“.

HARALD ZIGAN

Eindrücke von der Zerstörung Crailsheims

Zeitzeuge Willy Berger aus Crailsheim erzählt
Crailsheim 1945. Katharine Marie Koppenhöfer läuft durch die Trümmer Crailsheims
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Die Wilhelmstraße vor und nach der Zerstörung.

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Der einst repräsentative Bahnhof verkam nach der Zerstörung zum ewigen Provisorium.

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Blick in die Grabenstraße an der Jagst.

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Die Johanneskirche kam ohne größere Schäden davon – im Gegensatz zu ihrer Umgebung.

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Aus dem nie wirklich prächtigen Schloss ist nach dem Krieg ein reiner Zweckbau geworden.


Interesse geweckt?
Das Buch kostet 14,90 Euro (für HT-Abonnenten 9,90 Euro). Es ist im HT-Shop sowie online hier erhältlich.

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© 2015 SÜDWEST PRESSE HOHENLOHE

Die Fotos stammen, wenn nicht anders vermerkt, aus den Beständen des Stadtarchivs Crailsheim.

Idee, Koordination und Redaktion: Sebastian Unbehauen, Harald Zigan, Daniela Knipper
Technische Umsetzung: Jan Hofmann

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